Aktiva

Flämische Region

Ab dem 1. Januar 2017 wurde die Regelung AKTIVA für alle Personen, die in der flämischen Region beschäftigt sind, abgeschafft. Das bedeutet, dass Sie bei Ihrer Zahlstelle der HfA keine AKTIVA Unterstützung mehr beantragen können. Mit einer Ausnahme: wenn Sie als Präventions- oder Sicherheitsassistent unter einer AKTIVA Karte (= AKTIVA-APS) arbeiten, können Sie noch die AKTIVA Unterstützung beantragen.

Sie arbeiteten schon vor dem 1. Januar 2017 unter der AKTIVA Regelung?

Ihre Karte bleibt gültig, solange Ihr Vertrag nicht unterbrochen wird und bis spätestens den 31. Dezember 2018. Unter Unterbrechung versteht man einen Tag, der sich zwischen zwei Beschäftigungen befindet und der weder ein Wochenendtag, noch ein Feiertag oder Ausgleichsruhetag ist.

Beispiel: Sie arbeiten unter Interim Verträgen und müssen nicht jeden Tag arbeiten. Sie haben einen Vertrag vom 28. Dezember 2016 bis 5. Januar 2017. Am 6. Januar 2017 stehen Sie nicht unter Vertrag. Am 9. Januar 2017 beginnt ein neuer Vertrag bis zum 12. Januar 2017. Der 6. Januar 2017 ist kein Wochenendtag, weder ein Feiertag oder Ausgleichsruhetag. Ihre Aktiva Karte verliert am 6. Januar 2017 ihre Gültigkeit.

Sie arbeiteten vor dem 1. Januar 2017 noch nicht unter der AKTIVA Regelung?

Die Flämische Region hat eine neue Maßnahme zur Wiederbelebung des Arbeitsmarktes ins Leben gerufen, „die alternative finanzielle Stimulierung zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen“. Diese kann online beantragt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das VDAB.

Wallonische Region

Die Wallonische Region (FOREM) hat die föderalen AKTIVA Maßnahmen durch andere Maßnahmen ersetzt, genannt „Plan Impulsion“ (siehe unten), die für Einstellungen ab dem 1. Juli 2017 angewendet werden.

Sie arbeiteten schon vor dem 1. Juli 2017 unter der AKTIVA Regelung?

Die Arbeitskarte AKTIVA bleibt gültig, solange Ihr Arbeitsvertrag nicht unterbrochen wird. Eine Unterbrechung von einem einzigen Tag (außer Wochenende, Feiertag oder Ausgleichsruhetag) zwischen 2 Beschäftigungen bei dem selben Arbeitgeber reicht, um das Anrecht auf diese Regelung zu verlieren.

Beispiel: Sie arbeiten unter Interim Verträgen. Wie hatten einen Vertrag vom 26. Juni 2017 bis 14. Juli 2017. Sie hatten für den 17. Juli keinen Vertrag. Ein neuer Vertrag hat am 18. Juli 2017 begonnen. Der 17. Juli 2017 ist weder ein Wochenendtag, noch ein Feiertag oder Ausgleichsruhetag. Es handelt sich also um eine Unterbrechung. Ihre Arbeitskarte verliert am 17. Juli 2017 ihre Gültigkeit.

Sie arbeiteten vor dem 1. Juli 2017 noch nicht unter der AKTIVA Regelung?

Gibt es eine andere Maßnahme, die Sie in Anspruch nehmen könnten?

Die Wallonische Region hat für Einstellungen ab dem 1. Juli 2017 drei neue Maßnahmen für die Beschäftigung ins Leben gerufen:

  • Plan „Impulsion 12 Monate +“ für die Langzeitarbeitslosen;
  • Plan „Impulsion - 25 Jahre“ für junge, wenig qualifizierte Arbeitsuchende;
  • Plan „Impulsion Eingliederung“ für Arbeitsuchende ohne Berufserfahrung.

Im Rahmen dieser Maßnahmen haben Sie vielleicht Anrecht auf eine Arbeitsunterstützung, wenn Sie in der Wallonischen Region wohnen. Dank dieser Arbeitsunterstützung wird Ihr Arbeitgeber Ihnen weniger auszahlen, da die HfA einen Teil des Nettogehalts bezahlt.

Wann müssen Sie die Arbeitsunterstützung beantragen?

  • Wenn Sie die Arbeit für einen Arbeitgeber beginnen, der für die neuen Maßnahmen in Frage kommt;
  • Bei „Impulsion 12 Monate +“ oder „Impulsion – 25 Jahre“: nach einer Unterbrechung von mindestens 12 Monaten bei demselben Arbeitgeber;
  • Bei „Impulsion – Eingliederung“: sobald Sie einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, auch wenn es bei demselben Arbeitgeber ist, und es zwischen den Arbeitsverträgen keine Unterbrechung von 12 Monate gibt;
  • Wenn Sie Ihr Anrecht verlieren auf Grund eines Umzugs außerhalb der Wallonischen Region und Sie später wieder nach Wallonien zurückkehren.

Die Web Seite des FOREM beschreibt diese Maßnahmen, sowie die Grundbedingungen, um in deren Anspruch zu kommen. Außerdem können Sie auf dieser Seite überprüfen, ob Sie die Bedingungen konkret erfüllen.

Wie beantragt man die Arbeitsunterstützung?

Sie müssen selber, so schnell wie möglich, die Arbeitsunterstützungen beim LfA beantragen, indem Sie bei der HfA einen Antrag stellen. Unsere Mitarbeiter werden Sie bitten, verschiedene Dokumente auszufüllen. Deswegen ist es besser, wenn Sie sich persönlich bei Ihrer Zahlstelle vorstellen, eventuell auf Termin.

Welche Dokumente benötigen Sie?

  • Ihren Ausweis;
  • Ihre Kontonummer;
  • Eine Kopie Ihres Arbeitsvertrags;
  • Das Original des Anhang Arbeitsvertrag Impulsion (auf der Web Seite des FOREM finden Sie zwei Anhänge zum Runterladen oder auf der Web Seite des LfA).

In welcher Frist müssen Sie Ihren Antrag auf die Arbeitsunterstützungen einreichen?

Das LfA – via HfA – muss Ihren Antrag in den zwei Monaten erhalten, die dem Monat folgen, in welchem Sie mit der Arbeit begonnen haben.

Wenn Sie Ihren Antrag auf die Arbeitsunterstützungen verspätet einreichen, erhalten Sie die Unterstützung erst ab dem ersten Tag des Monat, in welchem das LfA Ihren Antrag erhalten hat. Eine verspätete Einreichung kann nicht reguliert werden!

Beispiel: Sie haben am 14. April mit der Arbeit begonnen. Ihr Antrag muss also vor Ende Juni eingereicht werden. Wenn Sie Ihren Antrag erst im Juli einreichen, erhalten Sie die Unterstützung erst ab Juli.

Und wenn Sie für mehrere Arbeitgeber arbeiten?

Sie müssen einen Antrag für jede Beschäftigung einreichen.

Sehr wichtig: Sie müssen diese Anträge in chronologischer Reihenfolge beim LFA einreichen. Mit anderen Worten, Sie müssen darauf achten, einen Antrag für eine erste Beschäftigung einzureichen, bevor Sie einen Antrag für Ihre zweite Beschäftigung einreichen.

Deutschsprachige Gemeinschaft

Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat die Aktivaregelung am 01. Januar 2019 ganz abgeschafft. Nur für Beschäftigungen, die vor dem 01. Januar 2019 aufgenommen wurden, können noch Vorteile bewilligt werden.

Region Brüssel-Hauptstadt

Die Region Brüssel-Hauptstadt (ACTIRIS) hat die föderalen Maßnahmen durch andere Maßnahmen ersetzt, genannt „Aktiva.brussels“ (siehe weiter unten), angewendet für Einstellungen am dem 1. Oktober 2017.

Sie arbeiteten schon vor dem 1. Oktober 2017 unter der AKTIVA Regelung?

Die Arbeitskarte AKTIVA bleibt gültig, so lange Ihr Vertrag nicht unterbrochen wird und bis spätestens den 31. Dezember 2018. Eine Unterbrechung von einem Tag (außer Wochenende, Feiertag oder Ausgleichsruhetag) zwischen 2 Beschäftigungen – auch beim demselben Arbeitgeber – führt zum Verlust des Anrechts auf die Maßnahme.

Beispiel: Sie arbeiten unter Interim Verträgen. Sie hatten einen Vertrag vom 26. Juni 2017 bis 13. Oktober 2017. Sie hatten für den 16. Oktober 2017 keinen Vertrag. Der 16. Oktober ist weder ein Wochenendtag, noch ein Feiertag oder ein Ausgleichsruhetag. Es handelt sich also um eine Unterbrechung. Ihre Arbeitskarte verliert am 17. Oktober 2017 ihre Gültigkeit.

Sie arbeiteten vor dem 1. Oktober 2017 noch nicht unter der AKTIVA Regelung?

Gibt es eine andere Maßnahme, auf die Sie Anrecht haben?

Die Region Brüssel-Hauptstadt führt für Einstellungen ab dem 1. Oktober 2017 zwei neue Maßnahmen ein:

  • Aktiva.brussels;
  • Aktiva.brussels – verminderte Arbeitsfähigkeit.

Im Rahmen dieser Maßnahmen haben Sie eventuell Anrecht auf eine Arbeitsunterstützung, wenn Sie in der Region Brüssel-Hauptstadt wohnen. Dank dieser Arbeitsunterstützung wird Ihr Arbeitgeber Ihnen weniger auszahlen, da die HfA einen Teil des Nettogehalts bezahlt.

Die Web Seite von ACTIRIS beschreibt diese Maßnahmen und die Grundbedingungen im Informationsblatt. Dieses Informationsblatt wird Sie in Ihren Schritten zwecks Erhalt des Vorteils leiten. Dort wird unter anderem erklärt, wie Sie die Bescheinigung, die ACTIRIS benötigt, ausfüllen und einreichen müssen.

Wann müssen Sie die Arbeitsunterstützung beantragen?

  • Wenn Sie beginnen, bei einem neuen Arbeitgeber zu arbeiten;
  • Für jede neue Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber, wenn es keine Unterbrechung zwischen den Beschäftigungen gibt (der Vertrag wird ohne Unterbrechung verlängert). Beispiel: bei einer Änderung der Stundenanzahl.

Bei einer Unterbrechung verlieren Sie das Anrecht während 12 Monaten. Dies zählt für die ehemalige föderale Arbeitsunterstützung, sowie für die neue Brüsseler Arbeitsunterstützung. Die Wochenenden, Feiertage und Ausgleichsruhetage gelten nicht als Unterbrechung.

Achtung: bei einem Umzug außerhalb der Region Brüssel-Hauptstadt: Sie verlieren Ihr Anrecht auf die Arbeitsunterstützung. Sie müssen dies so schnell wie möglich bei der Zahlstelle der HfA melden, die für Ihren neuen Wohnsitz zuständig ist.

Wie beantragt man die Arbeitsunterstützung?

Sie müssen selber, so schnell wie möglich, die Arbeitsunterstützungen beim LfA beantragen, indem Sie bei der HfA einen Antrag stellen. Unsere Mitarbeiter werden Sie bitten, verschiedene Dokumente auszufüllen. Deswegen ist es besser, wenn Sie sich persönlich in Ihrer Zahlstelle vorstellen, eventuell auf Termin.

Welche Dokumente benötigen Sie?

  • Ihren Ausweis;
  • Ihre Kontonummer;
  • Eine Kopie Ihres Arbeitsvertrags;
  • Das Original des Anhang Arbeitsvertrag Aktiva.brussels : ein Anhang zum Runterladen befindet sich auf der Web Seite von ACTIRIS (oder des LfA).

In welcher Frist müssen Sie Ihren Antrag auf die Arbeitsunterstützungen einreichen?

Das LfA – via HfA – muss Ihren Antrag in den vier Monaten erhalten, die dem Monat folgen, in welchem Sie mit der Arbeit begonnen haben. Wenn Sie Ihren Antrag auf die Arbeitsunterstützungen verspätet einreichen, erhalten Sie die Unterstützung erst ab dem ersten Tag des Monat, in welchem das LfA Ihren Antrag erhalten hat. Eine verspätete Einreichung kann nicht reguliert werden!

Beispiel: Sie haben am 14. April mit der Arbeit begonnen. Ihr Antrag muss also vor Ende August eingereicht werden. Wenn Sie Ihren Antrag erst im September einreichen, erhalten Sie die Unterstützung erst ab September.

Letzte Änderung: 28/02/2019