Infoblatt C103-Jugendurlaub

Dieses Infodokument "Antrag auf Jugendurlaubsunterstützungen" gibt Ihnen eine Übersicht Ihrer Rechte und Pflichten, sowie die wichtigsten Informationen, die Sie als Antragssteller einer Jugendurlaubsunterstützung wissen müssen.

Was müssen sie machen?

Reichen Sie nach einer ersten Jugendurlaubsperiode einen Unterstützungsantrag ein

Nehmen Sie dazu Kontakt mit der HfA auf, selbst wenn Sie noch nicht im Besitz aller notwendigen Dokumente sind.

Ihren Antrag stellen Sie mittels des Formulars C103-Jugendurlaub-Arbeitnehmer. Sie können es bei der HfA erhalten. Ihr Arbeitgeber nimmt eine elektronische Meldung vor (die man die Meldung Szenario 9 nennt). Der Ausdruck dieser Meldung Szenario 9, den Sie vom Arbeitgeber erhalten, muss nicht bei der HfA eingereicht werden.

Wenn Sie im Dezember des Vorjahres noch nicht bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt waren, müssen Sie, um genügend Arbeitstage im Vorjahr zu belegen, außerdem ein C4 Ihres vorigen Arbeitgebers einreichen.

Am Ende eines jeden Monats mit Jugendurlaub reicht Ihr Arbeitsgeber Sie noch mal ein C103-Jugendurlaub-Arbeitgeber durch Datenübertragung ein. Wenn Ihr Antrag vom LfA angenommen wird, bezahlt die HfA Sie auf Basis dieser Angaben.

Lesen Sie die Erklärungen auf der Rückseite des Formulars C103-Jugendurlaub-Arbeitnehmer.

Nehmen Sie unverzüglich mit der HfA Kontakt auf

  • wenn Sie für ganze oder halbe Jugendurlaubstage, Berufs oder Ersatzeinkünfte beziehen (z.B. Krankengeld oder eine Entschädigung für eine zeitweilige Arbeitsunfähigkeit infolge eines Arbeitsunfalls);
  • falls Sie Ihre Adresse oder Kontonummer wechseln;
  • wenn Sie zeitweiliger Arbeitsloser werden oder im Falle einer Entlassung.

Die Zulassung zum Anrecht auf Jugendurlaubsunterstützung

Das Anrecht auf Jugendurlaubsunterstützung

Wenn Sie:

  • am 31. Dezember des Urlaubsrechnungsjahres (das Jahr vor demjenigen, in dem Sie den Jugendurlaub nehmen) noch nicht 25 Jahre alt sind;
  • Ihr Studium während dieses Urlaubrechnungsjahres beendet haben;
  • nach dem Studium, während dieses Urlaubrechnungsjahres, mindestens einen Monat unter Arbeitsvertrag beschäftigt waren (eine Beschäftigung im Unterrichtswesen oder mit einem Urlaubssystem "öffentlicher Dienst" zählen nicht) und Sie im Rahmen dieses Arbeitsvertrags mindestens 70 Stunden gearbeitet haben.

und wenn Sie zum Zeitpunkt, wo Sie Urlaub nehmen, unter einem Arbeitsvertrag beschäftigt sind, für den das Urlaubssystem des Privatsektors angewendet wird, dann haben Sie Anrecht auf Jugendurlaubsunterstützungen. Dies bedeutet, dass Sie insgesamt auf 4 Wochen Urlaub Anrecht haben, Sie müssen aber zuerst Ihren gewöhnlichen Urlaub nehmen, der auf Basis Ihrer Arbeitsleistungen vom vorangehenden Jahr gerechnet wird. Dann erhalten Sie erst einen gewissen Zusatz von Jugendurlaubunterstützungen, der wie untenstehend ausgerechnet wird.

Aufbrauchen des normalen bezahlten Urlaubs

Die Anzahl der Jugendurlaubunterstützungen, die Sie erhalten hängt ab:

  • von der Anzahl gewöhnlicher entlohnten Urlaubstage auf die Sie Anrecht haben (Rechnung siehe Rückseite des Formulars C103-Jugend-Urlaubarbeitnehmer);
  • von Ihrem Beschäftigungsbruch, d.h. Ihre normale Arbeitszeit pro Woche im Verhältnis zu einem Vollzeitarbeitnehmer zum Zeitpunkt, wo sie den Urlaub nehmen (= Q/S, siehe Rubrik IV des Formulars C103-Jugendurlaub-Arbeitnehmer).

Sie können Jugendurlaubunterstützungen erst nach dem Aufbrauch der gewöhnlichen entlohnten Urlaubstage beziehen. Für mehr Genauigkeit wird die Anzahl der 4 Urlaubswochen, in Hinsicht auf Ihre normale Arbeitszeit und die Anzahl der entlohnten Urlaubstage, in Stunden umgerechnet. Nur die Urlaubsstunden, welche die entlohnten Urlaubsstunden überschreiten, werden in Jugendurlaubunterstützungen umgerechnet.

Es ist durchaus möglich Urlaub bei verschiedenen Arbeitgebern zu nehmen. Das Prinzip lautet stets: 4 Wochen Urlaub insgesamt, die Jugendurlaubunterstützungen werden erst nach Aufbrauch der gewöhnlichen Tage (Stunden) von entlohntem Urlaub gewährt.

Beispiel:

Sie haben letztes Jahr in Halbzeit gearbeitet (19/38) während 6 Monate. Dies gibt Ihnen Anrecht auf 2 Wochen, d.h. 2 x 19St. (= 38St.) oder 6 (‚vollständige’) Tage Entlohnter Urlaub.

Möglichkeit A:
Nehmen wir an, dass Sie immer noch zu 19/38 im Laufe des Jahres während dem Sie den Urlaub nehmen arbeiten und dass Sie 2 Wochen Urlaub nehmen. Dies bedeutet, dass Sie 2 x 19St. (38St.) oder 6 Tage bezahlten Urlaubs erschöpfen. Die entlohnten Arbeitstage sind also ganz aufgebraucht. Für die zwei letzten Wochen können Sie Jugendurlaubunterstützungen beziehen (2 x 19St., siehe Rechnungssystem untenan).

Möglichkeit B:
Nehmen wir an, dass Sie im Laufe des Jahres während dessen Sie den Urlaub nehmen, eine Vollzeitbeschäftigung begonnen haben. Sie nehmen zuerst 2 Wochen Urlaub. Dies bedeutet, dass Sie 2 x 38St. oder 12 Tage bezahlten Urlaubs aufgebraucht haben. Sie haben nur noch 38St. oder 6 Tage bezahlten Urlaubs aufzubrauchen. Für die zweite Woche und die zwei letzten Wochen können Sie Jugendurlaubunterstützungen erhalten (3 x 38St., siehe Rechnungssystem untenan).

Der Betrag der Jugendurlaubsunterstützung

Die Einwirkung des Gehalts

Der Betrag einer Jugendurlaubsunterstützung beläuft sich im Prinzip auf 65% Ihres normalen Bruttogehalts, mit einem Höchstbetrag von 2.297,90 Euro. Dieser Prozentsatz ist annähernd, da Lohntabellen berücksichtigt werden. Der Höchstbetrag einer Jugendurlaubunterstützung = 57,45 Euro.

Die Berechnung der Jugendurlaubsunterstützung

Sie erhalten eine Anzahl Unterstützungen, die gleich ist mit den Urlaubsstunden, multipliziert mit 6 und geteilt durch den Faktor S, also die durchschnittliche wöchentliche Arbeitsdauer des Vollzeitarbeitnehmers. Ihr Arbeitgeber vermerkt diese Angaben auf dem Formular C103-Jugendurlaub-Arbeitgeber.

Beispiel: Sie arbeiten 38 Stunden in der Woche (7 Stunden und 36 Minuten pro Tag, also 7,6 St. im Dezimalsystem ausgedrückt) und Sie nehmen 3 Tage Jugendurlaub (22,8 Stunden).

Die Anzahl Jugendurlaubsunterstützungen beläuft sich auf (22,8 x 6) / 38 = 3,6 oder 3,5 abgerundet.

Es wird auf 0 abgerundet für die Ziffern, die mit 0,01 bis 0,24 enden
auf 0,5 für die Ziffern, die mit 0,25 bis 0,74 enden
und auf 1 für die Ziffern, die mit 0,75 bis 0,99 enden.

(Für die vorerwähnten Beispiele: Beispiel A: (2 x 19) x 6 / 38 = 6, Beispiel B: (3 x 38) x 6 / 38 = 18)

Es wird ein Berufssteuervorabzug einbehalten. Dieser ist auf Ihrem Kontoauszug angegeben, nebst dem Tagesbetrag, der Anzahl entschädigter Tage und den eventuellen Abzügen bei der Zahlung.

Die auf Ihren Rechnungsauszug vermerkte Information wird folgende sein:

  • ein Kode, der angibt, das der Betrag, der auf Ihr Girokonto überwiesen wird, gewissermaßen gegen Pfändungen geschützt ist: /B/ (ab 11/12/2006);
  • Ihre Identifikationsnr. INSS (sehen Sie obenan rechts auf Ihrer SIS-Karte);
  • der Monat, auf den die Zahlung sich bezieht;
  • die Anzahl Unterstützungen in der Woche von sechs Tagen;
  • der tägliche Betrag, auf den Sie Anrecht haben, gefolgt durch den Buchstaben E (Euro);
  • der Bruttogesamtbetrag;
  • die Einbehaltungen: der FIS-Kode für den Berufssteuervorabzug, der ABZ-Kode für alle andere Abzüge (Pfändungen, Mitgliedsbeiträge, Rückforderungen).

Beispiel: /B/ 63070631523 04/13 5JX54,78: 273,90 FIS: 27,64 AB: 50

Wenn im Laufe eines selben Monats Ihnen verschiedene täglichen Beträge zustehen (z.B. Unterstützungen wegen zeitweiliger Arbeitslosigkeit und Jugendurlaubsunterstützungen), wird der Bruttogesamtbetrag für diesen Monat nach der Angabe BRUTTO vermerkt. Die Anzahl Tage und die Tagesbeträge werden in diesem Fall nicht mitgeteilt. Näheres über diese Zahlung können Sie bei der HfA erfahren.

Ihre Unterstützung ist abtretbar oder pfändbar. Einzelheiten über die Berechnung dieses Abzugs sind bei Ihrer Zahlstelle HfA einzuholen.

Der Betrag der Jugendurlaubsunterstützung wird vom Arbeitslosenamt des LfA festgelegt. Sobald die HfA in Kenntnis von dieser Entscheidung gesetzt worden ist, wird sie Sie darüber informieren.

Falls Sie Zweifel über die Genauigkeit einer Zahlung haben, nehmen Sie bitte mit der HfA Kontakt auf. Wenn Sie trotz der gegebenen Erklärungen noch immer nicht mit der Zahlung einverstanden sind, können Sie den Direktor des Arbeitslosenamtes darum bitten, das Problem zu überprüfen. Zu diesem Zweck benutzen Sie das Formular C167.3, das bei der HfA verfügbar ist.

Wünschen Sie weitere Informationen?

Die vorangehenden Erklärungen betreffen nur die allgemeinen Regeln. Für ausführlichere Informationen können Sie sich an die HfA wenden. Dort können Sie Infoblätter erhalten, in den die verschiedenen Punkte im Detail erklärt werden. Sie können ebenfalls Informationen auf der Website des LfA (www.onem.be) oder auf dieser Webseite.

Letzte Änderung: 01/02/2019