Infoblatt C103-Seniorenurlaub

Dieses Infodokument "Antrag auf Seniorenurlaubsunterstützungen" bietet Ihnen eine Übersicht Ihrer Rechte und Pflichten, und die wichtigsten Informationen, die Sie als Antragssteller einer Seniorenurlaubsunterstützung wissen müssen.

Was müssen sie machen?

Stellen Sie einen Unterstützungsantrag nach einer ersten Zeit von Seniorenurlaub

Nehmen Sie dazu Kontakt mit der HfA auf, selbst wenn Sie noch nicht im Besitz aller notwendigen Dokumente sind.

Ihr Antrag wird anhand des Formulars C103-Seniorenurlaub-Arbeitnehmer gestellt. Sie können es bei der HfA erhalten. Ihr Arbeitgeber nimmt eine elektronische Meldung vor (die man die Meldung Szenario 9 nennt). Der Ausdruck dieser Meldung Szenario 9, den Sie vom Arbeitgeber erhalten, muss nicht bei ihrer Zahlstelle eingereicht werden.

Ihr Arbeitgeber kann die Angaben des Formulars C103-Seniorenurlaub-Arbeitgeber auch per Datenübertragung versenden. Dies vereinfacht die Prozedur erheblich: Sie können Ihren Antrag dann lediglich durch Einreichung des C103-Seniorenurlaub-Arbeitnehmer stellen. Sie brauchen dann keine anderen Formalitäten zu erledigen. Sie erhalten jeweils eine Kopie der Erklärung Ihres Arbeitgebers.

Lesen Sie die Erklärungen auf der Rückseite des Formulars C103-Seniorenurlaub-Arbeitnehmer.

Nehmen Sie unverzüglich mit der HfA Kontakt auf

  • wenn Sie für ganze oder halbe Seniorenurlaubstage, Berufs- oder Ersatzeinkünfte beziehen (z.B. Krankengeld oder Vergütung für eine zeitweilige Arbeitsunfähigkeit infolge eines Arbeitsunfalls, vollständige oder unvollständige Pension);
  • falls Sie Ihre Adresse oder Kontonummer wechseln;
  • wenn Sie zeitweiliger Arbeitsloser werden oder im Falle einer Entlassung.

Die Zulassung zum Recht auf Seniorenurlaubsunterstützungen

Das Recht auf Seniorenurlaubsunterstützungen

Wenn

  • Sie zum 31. Dezember des Urlaubsrechnungsjahres (des Jahres vor dem, im Laufe dessen Sie Urlaub nehmen) das 50. Lebensjahr vollendet haben;
  • Sie während des Urlaubsjahres Anspruch auf weniger als 4 Wochen bezahlten Urlaub haben;
  • dieser unvollständige Anspruch darauf zurückzuführen ist, dass Sie während eines oder mehrerer Zeiträume des Urlaubsrechnungsjahres (vorangegangenen Jahres) keine Berufstätigkeit ausgeübt haben oder Invalid waren (nach einem Jahr Krankheit);
  • Sie im Moment, wo Sie Urlaub nehmen, unter Arbeitsvertrag sind und der Urlaubsordung des Privatsektors unterliegen.

dann können Sie Ihren Anspruch auf bezahlten Urlaub durch eine gewisse Anzahl von Seniorenurlaubsunterstützungen ergänzen. Diese Unterstützungen decken höchstens die Anzahl Stunden, die Sie benötigen, um insgesamt 4 Wochen Urlaub nehmen zu können (bezahlten Urlaub + Seniorenurlaub).

Erschöpfen der normalen Tage bezahlten Urlaubs

Die Gesamtanzahl Seniorenurlaubsunterstützungen, die Sie erhalten können, hängt ab von:

  • der Anzahl gewöhnlicher Tage bezahlten Urlaubs auf die Sie Anspruch haben (Rechnung siehe Rückseite des Formulars C103-Seniorenurlaub-Arbeitnehmer);
  • Ihrem Beschäftigungsbruch, d.h. Ihre normale wöchentliche Arbeitszeit im Verhältnis zu einem Vollzeitarbeitnehmer im Moment, wo Sie Urlaub nehmen (= Q/S, siehe Rubrik 3 des Formulars C103-Seniorenurlaub-Arbeitgeber).

Sie können Seniorenurlaubsunterstützungen erst nach Erschöpfen der gewöhnlichen Tage bezahlten Urlaubs beziehen. Für mehr Genauigkeit werden die Gesamtanzahl von 4 Wochen Urlaub unter Berücksichtigung Ihrer normale Arbeitszeit und die Gesamtanzahl Tage bezahlten Urlaubs in Stunden umgerechnet. Nur die Stunden Urlaub, welche die Anzahl Stunden bezahlten Urlaubs überschreiten, werden in Seniorenurlaubsunterstützungen umgerechnet, bis zu einer Summe von 4 Wochen Urlaub.

Es ist durchaus möglich Urlaub bei verschiedenen Arbeitgebern zu nehmen. Das Prinzip lautet stets: 4 Wochen Urlaub insgesamt, die Seniorenurlaubsunterstützungen werden erst nach Erschöpfen der gewöhnlichen Tage (Stunden) bezahlten Urlaubs bewilligt.

Beispiel:

Sie haben letztes Jahr 6 Monate Halbzeit gearbeitet (19/38) und waren 6 Monate ohne Berufstätigkeit. Dies gibt Ihnen Anrecht auf 2 Wochen, d.h. 2 x 19St. (= 38St) oder 6 (‚vollständige’) Tage bezahlten Urlaub. Sie erfüllen alle vorerwähnten Bedingungen.

Möglichkeit A:
Nehmen wir an, dass Sie im Laufe des Urlaubsjahres immer noch zu 19/38 arbeiten und dass Sie 2 Wochen Urlaub nehmen. Dies bedeutet, dass Sie 2 x 19St. (38St.) oder 6 Tage bezahlten Urlaub erschöpfen. Die Tage bezahlten Urlaub sind also ganz erschöpft. Für die zwei letzten Wochen können Sie Seniorenurlaubsunterstützungen beziehen (2 x 19St., siehe Rechnungssystem untenan).

Möglichkeit B:
Nehmen wir an, dass Sie im Laufe des Urlaubsjahres angefangen haben, Vollzeit zu arbeiten. Sie nehmen zuerst 2 Wochen Urlaub. Dies bedeutet, dass Sie 2 x 38St. oder 12 Tage bezahlten Urlaub erschöpft haben. Sie haben nur noch 38St. oder 6 Tage bezahlten Urlaub zu erschöpfen. Für die zweite Woche und die zwei übrigen Wochen können Sie Seniorenurlaubsunterstützungen erhalten (3 x 38St., siehe Rechnungssystem untenan).

Der Betrag der Seniorenurlaubsunterstützung

Die Einwirkung des Arbeitsentgelts

Der Betrag einer Seniorenurlaubsunterstützung beläuft sich im Prinzip auf 65% Ihres normalen Bruttoentgelts, mit einem Höchstbetrag von 2.297,90 Euro. Dieser Prozentsatz ist annähernd, da Einkommensstufen berücksichtigt werden. Der Höchstbetrag einer Seniorenurlaubsunterstützung = 57,45 Euro.

Die Berechnung der monatlichen Seniorenurlaubsunterstützung

Sie erhalten eine Anzahl Unterstützungen, die der Anzahl Stunden Urlaub, multipliziert mit 6 und geteilt durch den Faktor S, d.h. die durchschnittliche wöchentliche Arbeitsdauer des Vollzeitarbeitnehmers, gleich ist. Ihr Arbeitgeber vermerkt diese Angaben auf dem Formular C103-Seniorenurlaub-Arbeitgeber.

Beispiel: Sie arbeiten 38 Stunden pro Woche (7 Stunden und 36 Minuten pro Tag, also 7,6 St. im Dezimalsystem) und Sie nehmen 3 Tage Seniorenurlaub (22,8 Stunden).

Die Anzahl Seniorenurlaubsunterstützungen beläuft sich auf (22,8 x 6) / 38 = 3,6 oder 3,5 abgerundet.

Es wird auf 0 abgerundet für die Ziffern, die mit 0,01 bis 0,24 enden
auf 0,5 für die Ziffern, die mit 0,25 bis 0,74 enden
und auf 1 für die Ziffern, die mit 0,75 bis 0,99 enden.

(Für die vorerwähnten Beispiele: Beispiel A: (2 x 19) x 6 / 38 = 6, Beispiel B: (3 x 38) x 6 / 38 = 18)

Es wird ein Berufssteuervorabzug einbehalten. Bei der Zahlung stehen auf Ihrem Kontoauszug, neben dem Tagesbetrag, die Anzahl entschädigter Tage in einer 6-TagenWoche und die etwaigen Abzüge.

Die auf Ihrem Kontoauszug angegebene Information wird folgende sein:

  • ein Kode, der angibt, das der Betrag, der auf Ihr Girokonto überwiesen wird, gewissermaßen gegen Pfändungen geschützt ist: /S/;
  • Ihre Identifizierungsnummer der sozialen Sicherheit INSS (sehen Sie obere rechte Ecke der SIS-Karte);
  • der Monat, auf den sich die Zahlung bezieht (z.B. 04/2013);
  • die Anzahl Unterstützungen (in der 6-Tagen-Woche) gefolgt vom Buchstaben J (Beispiel 3,5 J);
  • der Tagesbetrag, auf den Sie Anspruch haben;
  • der Bruttogesamtbetrag;
  • die Einbehaltungen: der FIS-Kode für den Berufssteuervorabzug, der RET-Kode für alle anderen Abzüge (Pfändungen, Mitgliedsbeiträge, Rückforderungen).

Beispiel: /B/ 63070631523 04/13 3,5JX53,04: 185,64 FIS: 18,73 RET: 50

Wenn im Laufe eines selben Monats verschiedene Tagesbeträge angewendet werden müssen (Beispiel: zeitweilige Arbeitslosigkeit und Seniorenurlaubsunterstützung), wird der Bruttogesamtbetrag für diesen Monat nach der Angabe BRUT vermerkt. Die Anzahl Tage und die Tagesbeträge werden in diesem Fall nicht angegeben. Näheres über diese Zahlung erfahren Sie bei der HfA.

Ihre Unterstützung ist abtretbar und pfändbar. Einzelheiten über die Berechnung sind bei Ihrer Zahlstelle HfA einzuholen.

Der Betrag der Seniorenurlaubsunterstützung wird vom Arbeitslosenamt des LfA festgelegt. Sobald die HfA in Kenntnis dieser Entscheidung gesetzt worden ist, wird die HfA Sie davon benachrichtigen.

Falls Sie Zweifel über die Genauigkeit einer Zahlung haben, nehmen Sie mit der HfA Kontakt auf. Wenn Sie trotz der erteilten Erklärungen noch immer nicht mit der Zahlung einverstanden sind, können Sie den Direktor des Arbeitslosenamtes bitten, das Problem zu überprüfen. Zu diesem Zweck benutzen Sie das Formular C167.3, das bei der HfA verfügbar ist.

Wünschen Sie weitere Informationen?

Die vorangehenden Erklärungen betreffen nur die allgemeinen Regeln. Für ausführlichere Informationen können Sie sich an die HfA wenden. Dort können Sie Infoblätter erhalten, in denen die verschiedenen Punkte im Detail erklärt werden. Sie können ebenfalls Informationen auf der Website des LfA (www.lfa.be) oder auf dieser Website finden.

Letzte Änderung: 01/02/2019