Infoblatt C131A 104 1bis-freiwilliger Teilzeitarbeitnehmer

Informationsdokument Antrag auf eine Einkommensgarantie-Unterstützung als freiwilliger Teilzeitarbeitnehmer

Das vorliegende Dokument gibt Ihnen eine Übersicht Ihrer Rechte und Pflichten, sowie die wichtigsten Informationen, die Sie als Teilzeitarbeitnehmer wissen müssen.

Was müssen Sie tun, wenn Sie EGU beantragen?

Reichen innerhalb von 2 Monaten nach dem Tag, an dem Sie die EGU erhalten möchten, einen Unterstützungsantrag ein.

Reichen Sie Ihren Unterstützungsantrag mit dem Formular C131A-Arbeitnehmer bei der HfA ein.
Reichen Sie gleichzeitig das von Ihrem Arbeitgeber ausgefüllte Formular C 131A–Arbeitgeber ein.

Falls Ihr Arbeitgeber die Angaben elektronisch versendet, reichen Sie den Antrag nur mit dem C131A–Arbeitnehmer ein. Die Kopie, die Ihr Arbeitgeber Ihnen zur Kontrolle der elektronischen Angabe übergibt, müssen Sie nicht einreichen. 

Die HfA wird Ihnen die nötigen Informationen geben und Ihnen eine Anzahl von Kontrollkarten C3-Teilzeit abgeben.

Lesen Sie die Erklärungen auf Ihrer Kontrollkarte C3-Teilzeit aufmerksam durch.

Lassen Sie sich als arbeitsuchend eintragen

Nehmen Sie innerhalb von 2 Monaten mit dem Arbeitsamt der DG, ACTIRIS, FOREM oder VDAB Kontakt auf, um Ihre Teilzeitstelle zu melden und sich als arbeitsuchend für eine Vollzeitstelle eintragen zu lassen. Diese Einrichtungen werden Ihnen in Ihrer Suche einer ergänzenden Arbeitsstelle helfen. Sie sind verpflichtet jedes zumutbare Arbeitsangebot anzunehmen, sonst riskieren Sie eine Aussetzung des Rechts auf Unterstützung. Die bedeutet, dass Sie jede Arbeitsstelle annehmen müssen, die bis zu 6 Stunden pro Woche mehr beträgt, als die durchschnittliche wöchentliche Anzahl Arbeitsstunden, aufgrund deren Ihnen die Unterstützung als freiwilliger Teilzeitarbeitnehmer gewährt wurde.

Wenn Sie vorher eine Befreiung von der Pflicht zur Eintragung als Arbeitsuchende(r) erhalten haben, überprüfen Sie bei der HfA, ob Ihre Befreiung noch immer gültig ist.

Bitten Sie Ihren Arbeitgeber um eine Anpassung Ihres Arbeitsvertrages

Sie müssen eine Bitte bei Ihrem Arbeitgeber einreichen, um eine Vollzeitstelle zu erhalten, wenn eine frei wird. Sie brauchen dies nicht zu tun, wenn Sie Ihrem Arbeitgeber eine ehrenwörtliche Erklärung vorlegen, der entnommen werden kann, dass Sie vor Ihrem Arbeitsantritt als freiwilliger Teilzeitarbeitnehmer angesehen wurden.

Wenn Sie regelmäßig mehr Stunden arbeiten müssen, als im Arbeitsvertrag vereinbart, dann müssen Sie Ihren Arbeitgeber darum bitten, diesen Arbeitsvertrag anzupassen.

Benutzung der Kontrollkarte C3-Teilzeit

Sie geben auf dem Formular C3-Teilzeit, das von der Gemeindeverwaltung abgestempelt wurde, mit unauslöschlicher Tinte im Voraus die gearbeiteten Stunden an. Sie müssen alle 3 Monate bei der Gemeindeverwaltung vorsprechen, um die Kontrollkarten für die folgenden 3 Monate abstempeln zu lassen. Diese Abstempelpflicht fällt weg, ab dem Monat, in dem Sie 50 Jahre alt werden.

Führen Sie dieses Formular immer mit sich, damit Sie es bei einer eventuellen Kontrolle sofort vorzeigen können.

Frühestens am Ende des Monats reichen Sie Ihre Kontrollkarte - ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben – mit dem durch Ihren Arbeitgeber ausgefüllten Formular C131B, auf dem die Monatsentlohnung steht, bei der HfA ein. Wenn Ihr Arbeitgeber das Formular C131B elektronisch versendet, reichen Sie nur die Kontrollkarte ein.

In den folgenden Fällen nehmen Sie sofort mit der HfA Kontakt auf

  • bei einer Änderung der familiären Situation, Adresse, Kontonummer.
  • Wenn Sie nach einer Unterbrechung Ihres Leistungsbezugs während mindestens eines Kalendermonats (Krankheit, Vollzeitarbeit, eine Teilzeitarbeitsperiode ohne EGU, Ausschluss,...) einen neuen Unterstützungsantrag stellen wollen: es ist in einem solchen Fall nicht nötig, einen neuen Unterstützungsantrag einzureichen, wenn Sie die C131B-Formulare für alle zwischenliegenden nicht entschädigten Monate einreichen oder durch Ihren Arbeitgeber elektronisch versenden lassen.
  • Wenn Sie eine zusätzliche Teilzeitstelle aufnehmen oder bei einer Änderung der im Vertrag vereinbarten Anzahl Arbeitsstunden.

Im Falle von Arbeitswiederaufnahme in Vollzeit, Niederlassung als Selbständige(r), Krankheitsbeginn, Urlaubsbeginn, Abreise ins Ausland, ... genügt es, ein C3-Teilzeit auszufüllen. In diesem Fall müssen Sie keine anderen Formalitäten gegenüber dem LfA erledigen. Sie können jedoch Erklärungen bei der HfA über die Möglichkeit, anschließend erneut Unterstützungen zu erhalten, anfragen.

Die Zulassung zum Recht auf Unterstützung als freiwilliger Teilzeitarbeitnehmer

Lesen Sie hierzu das Infoblatt T34.

Die monatliche Einkommensgarantie-Unterstützungen (EGU)

Kurzfassung

Diese Zulage zur Gewährung des Einkommens, die Einkommensgarantie-Unterstützung genannt wird, bezweckt es, ein gesamtes Einkommen (Entlohnung + Unterstützung) zu garantieren, das:

  • mindestens Ihrer Arbeitslosenunterstützung gleich ist, wenn Ihre Teilzeitbeschäftigung maximal 1/3 einer Vollzeitbeschäftigung beträgt;
  • höher ist, als Ihre Arbeitslosenunterstützung, wenn Ihre Teilzeitbeschäftigung 1/3 einer Vollzeitbeschäftigung überschreitet. Je mehr Stunden der Arbeitsstundenplan vorsieht, desto höher wird der Unterschied. 

Welche Bedingungen müssen Sie noch erfüllen?

  • Ihre vertraglich vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit darf keine 4/5 einer Vollzeitstelle übersteigen.
  • Ihre normale durchschnittliche Monatsentlohnung muss 1.593,81 Euro unterschreiten.

Wie wird die EGU berechnet?

Für einen bestimmten Monat wird die Einkommensgarantie-Unterstützung (EGU) gemäß der folgenden Formel berechnet:
Nettobetrag der EGU = Referenzunterstützung + monatlicher Betrag des Stundenzuschlags - Nettoentlohnung

Referenzunterstützung = 26 x die "theoretische" Tagesunterstützung, dies ist die Unterstützung, die Sie für diesen Monat bei Vollarbeitslosigkeit erhalten würden

Tagesunterstützung
dies ist der Durchschnitt pro Tag Ihrer wöchentlichen Unterstützung als Vollarbeitsloser, mit anderen Worten: der Betrag der halben Unterstützung, die Ihnen zuerkannt wurde, multipliziert mit der Anzahl halber Unterstützungen, auf die Sie pro Woche Anspruch haben, geteilt durch sechs.

Beispiel:
Der Tagesbetrag Ihrer halben Unterstützung beläuft sich auf 24,79 Euro. Als Vollarbeitsloser erhalten Sie 9 halbe Unterstützungen pro Woche.
Ihre Tagesunterstützung beträgt: (24,79 Euro x 9)/6 = 37,19 Euro.
Ihre Referenzunterstützung beträgt: 26 x 37,19 Euro = 966,94 Euro.

Rechnen Sie damit, dass Ihre Referenzunterstützung absinken kann, da Ihre Leistungsbezugsperioden, wie bei Vollarbeitslosigkeit, im Zeitablauf fortschreiten. Dies bedeutet, dass es möglich ist, dass Sie bei einer gleichbleibenden Beschäftigung anfangs eine EGU erhalten und später irgendwann nicht mehr. Als Schutz gegen diesen Verlust gilt jedoch Folgendes:

Wenn Sie Arbeitnehmer mit Familie zu Lasten oder Alleinstehend sind, dann bleibt die Referenzunterstützung auf Ihr Unterstützungsniveau berechnet, das bei Beginn der 'zweiten Leistungsbezugsperiode' (2A) galt. Wenn Sie Zusammenwohnender sind, gilt das Gleiche, aber nicht mehr zum Zeitpunkt, zu dem Ihr Unterstützungsniveau auf das niedrigste Niveau (Pauschalunterstützung) herabsinkt. Wenn Sie Näheres über den Verlauf Ihrer Leistungsbezugsperioden als Vollarbeitsloser erfahren möchten, lesen Sie das Infoblatt Nr. T136.

Bevor Sie Ihre monatliche Nettoentlohnung abziehen, wird Ihre Referenzunterstützung außerdem um einen Zuschlag pro Stunde Beschäftigung, die 1/3 eines Vollzeitstundenplans übersteigt, erhöht. Dieser beträgt:

familiäre Situation

Neuer

Stundenzusatz

x Anzahl geleisteter Stunden > 1/3

(über 55 St. Pro Monat wenn 38 St./Woche)

Arbeitnehmer mit Familienlasten3,23 Euro
Alleinstehend2,27 Euro
Zusammenwohnend1,29 Euro

Beispiel:
Bei einer normalen Vollzeitarbeitsregelung von 38 Stunden/Woche erhalten Sie keinen Zuschlag für die ersten 55 Stunden des Monats (= 1/3 von 38 Stunden auf monatlicher Basis: x 4.33 Wochen). Wenn Sie in diesem Monat beispielsweise 84 Stunden gearbeitet haben und wenn Sie "Arbeitnehmer mit Familie zu Lasten sind": (84-55) x 3,17 Euro = 91,93 Euro

Nettoentlohnung = (Bruttoentlohnung - Sozialversicherungsabgaben zu 13,07%) – pauschaler Berufssteuervorabzug.

Die Erklärung hier oben ist eine vereinfachte Veranschaulichung. Die detaillierten Formeln zur Berechnung der Einkommensgarantie-Unterstützung finden Sie im Infoblatt T71 "Einkommensgarantie-Unterstützung – Technische Daten zur Berechnung". Auf der Website des LfA (www.lfa.be) finden Sie außerdem ein Programm, das der annähernde Betrag Ihrer Einkommensgarantie-Unterstützung berechnet.

Was steht auf Ihrem Kontoauszug?

Der Nettobetrag der Einkommensgarantie-Unterstützung wird in einen Bruttobetrag umgerechnet: Nettobetrag x 100/89,91.

Von der EGU wird ein Berufssteuervorabzug einbehalten. Dies wird bei der Zahlung neben dem theoretischem Tagesbetrag, dem Zuschlag und den eventuellen anderen Abzügen auf Ihrem Kontoauszug stehen. Die angegebene Information wird Folgende sein:

  • ein Code, der angibt, dass der auf Ihr Girokonto überwiesene Betrag in beschränktem Maße gegen Pfändungen geschützt ist. /B/. (ab dem 11.12.06);
  • Ihre Erkennungsnummer der Sozialen Sicherheit (ENSS) (auf der Rückseite Ihres Personalausweises);
  • der Arbeitslosigkeitsmonat (zum Beispiel Juli 2013: 07/13);
  • DB: Tagesbetrag der halben Unterstützung (die der Referenzunterstützung zugrunde liegt)
  • U: Betrag des Stundenzusatzes;
  • EGU : der Bruttobetrag der Einkommensgarantieunterstützung;
  • wenn Sie auf eine zusätzliche Existenzsicherungsentschädigung Anspruch haben, sehen Sie die Buchstaben FSE gefolgt durch den Bruttobetrag dieser Unterstützung;
  • dann kommen die eventuellen Abzüge: der FIS-Kode für den Berufssteuervorabzug, der ABZ-Kode für andere Abzüge (Pfändungen, Mitgliedsbeiträge, Rückforderungen).

Beispiel : /B/ 63070631523 01/13 DB: 24,79+U3,05 EGU: 318,54 FIS: 32,14 ABZ: 50

Wenn Ihnen im Laufe eines selben Monats verschiedene tägliche Beträge gewährt werden müssen, wird der Bruttogesamtbetrag nach der Angabe BRUTTO vermerkt. Die Anzahl Tage und die Tagesbeträge werden nicht präzisiert.

Ihre Unterstützung ist abtretbar oder pfändbar. Für praktische Auskünfte wenden Sie sich an die HfA.

Brauchen Sie nähere Auskünfte über die Berechnungsweise oder haben Sie Fragen zum Ergebnis?

Das Formular C131B, das Sie monatlich von Ihrem Arbeitgeber erhalten, enthält die Angaben, die bei der Berechnung Ihrer Monatsunterstützung berücksichtigt werden. Um diese Berechnung selbst vorzunehmen, können Sie online gehen auf www.lfa.be > Teilzeitarbeit > Einkommensgarantieunterstützung > Simulation oder sich an die HfA wenden.

Ihre Referenzunterstützung wird vom Arbeitslosenamt des LfA festgelegt. Sobald die HfA diese Entscheidung kennt, wird die HfA Sie schriftlich verständigen.

Die vorerwähnten Beträge sind am unten angegebenen Datum gültig. Sie können infolge der Änderung des Preisindexes angepasst werden.

Sie wünschen mehr Informationen?

Falls Sie Fragen über die Angaben auf Ihrem Kontoauszug haben oder wenn Sie die Genauigkeit der Zahlung bezweifeln, setzen Sie sich in Verbindung mit der HfA. Wenn Sie trotz der gegebenen Erklärungen noch immer nicht mit der Zahlung einverstanden sind, können Sie den Direktor des Arbeitslosenamtes bitten, das Problem zu prüfen. Dazu benutzen Sie das Formular C 167.3, das bei der HfA erhältlich ist.

Wenn Sie Fragen zum Verlauf der Entschädigungsperioden ab dem 1. November 2012 haben (Änderung der Vorschriften), lesen Sie zuerst das Infoblatt T136, das bei der HfA oder auf der Website des LfA (www.lfa.be) oder auf dieser Website erhältlich ist.

Letzte Änderung: 01/02/2019